Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Kinder- und Jugendhilfe e.V.
Sondernewsletter September 2026

Stellungnahme des BNO zum Regierungsentwurf für ein 1. KJHSRG 

Fachtag "Inklusion braucht Rückenwind – Impulse aus der Ombudschaft für eine inklusive Jugendhilfe"

 

Liebe Kolleg*innen und Mitstreiter*innen, sehr geehrte Interessierte,

mit diesem Sondernewsletter linformieren wir Sie über die neue erschienene Stellungnahme des BNO zum Regierungsentwurf für ein 1. KJHSRG und laden erneut herzlich zu unserem Fachtag  "Inklusion braucht Rückenwind – Impulse aus der Ombudsc
haft für eine inklusive Jugendhilfe" am 13.11.2026 in Berlin ein.


Mit herzlichen Grüßen
das Team der Bundeskoordinierungsstelle Ombudschaft in der Jugendhilfe

 

Stellungnahme des BNO zum Regierungsentwurf für ein 1. KJHSRG

Zu dem am 12.08.2026 vom BMBFSFJ veröffentlichten Regierungsentwurf des Ersten Gesetztes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe (Erstes Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetz – 1. KJHSRG) hat das BNO eine Stellungnahme veröffentlicht.  Das BNO kommentiert zentrale Punkte des Gesetzentwurfs aus Sicht des Selbstverständnisses und der Praxis der Ombudschaft in der Jugendhilfe.  

Das BNO bedauert, dass der Regierungsentwurf keine verbindliche und flächendeckende Umsetzung der angestrebten Gesamtzuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe enthält. Denn Anlass und Ziel der Reform, vorangegangener Entwürfe, und des begleitenden Fachdiskurses war ein inklusives Kinder- und Jugendhilferecht für alle jungen Menschen mit und ohne Behinderung – auch, um die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen. Das BNO bedauert weiterhin, dass der Regierungsentwurf in wesentlichen Punkten weniger auf eine inklusive, bedarfsgerechte Kinder- und Jugendhilfe, sondern stark auf Kosteneinsparungen und Entlastung der Verwaltung abzielt. Das BNO warnt davor, auch wenn Einsparungen grundsätzlich notwendig sein mögen, diese auf Kosten bedarfsgerechter Hilfen junger Menschen und ihrer Familien durchzuführen, und weist auf einen damit einhergehenden drohenden Paradigmenwechsel in der Kinder- und Jugendhilfe hin.  

Für die Verbesserung der Lebenssituation und Schaffung positiver Lebensbedingungen sowie gleichberechtigter Teilhabe von benachteiligten jungen Menschen und Familien mit und ohne Behinderung ist aus Sicht des BNO eine Stärkung von sozialraumorientierten, infrastrukturellen Angeboten auf jeden Fall angezeigt; diese darf aber nicht in Konkurrenz zu individuellen Hilfen stehen.  

Hier geht es direkt zur Stellungnahme.

 

Fachtag "Inklusion braucht Rückenwind – Impulse aus der Ombudschaft für eine inklusive Jugendhilfe"

Das Bundesnetzwerk Ombudschaft lädt herzlich zum bundesweiten Fachtag am 13.11.2026 in Berlin ein.  

Die Jugendhilfe soll inklusiver werden. Das fordern viele Menschen mit und ohne Behinderung, Fachkräfte der Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe, Selbstvertretungen, die Ombudschaft und viele mehr seit vielen Jahren.  Unabhängig davon, wie und wann ein inklusives Kinder- und Jugendrecht mit einer Gesamtzuständigkeit für alle jungen Menschen rechtlich umgesetzt wird, braucht es eine Jugendhilfe-Praxis, die den Abbau von Barrieren und die Verwirklichung echter Teilhabe zum Ziel hat und ermöglicht. Die Ombudsstellen erhalten wertvolle Einblicke, an welchen Stellen Hürden und Entwicklungsbedarfe auf dem Weg zu einer inklusiven Jugendhilfe sichtbar werden.  

Der Fachtag möchte einen Dialograum schaffen und die Perspektiven der Jugendhilfe, der Eingliederungshilfe, von Selbstvertretungen und der Ombudschaft aufzeigen. Fachvorträge beleuchten die Impulse aus der Ombudschaft und präsentieren erstmals bundesweite Auswertungen ombudschaftlicher Beratungsfälle mit besonderem Fokus auf Inklusion. Am Nachmittag bieten praxisorientierte Workshops die Möglichkeit, zentrale Herausforderungen der Praxis gemeinsam zu diskutieren. 

Weitere Infos unter: www.fachtag-ombudschaft.de 

 

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