Workshop 1: Teilhabe durch Bildungsassistenzen
Wie kann die Teilhabe aller jungen Menschen im Bildungsalltag verlässlich sichergestellt werden? Ausgehend von den Erfahrungen aus der ombudschaftlichen Beratung der Ombudsstelle Inklusion (BRJ) sowie aus der Perspektive der Selbstvertretung junge Menschen mit Behinderung (jumemb) werden zentrale Herausforderungen bei der Gewährung von Bildungsassistenz in den Blick genommen. Im Fokus stehen unter anderem Schwierigkeiten bei der Diagnostik, unterschiedliche Einschätzungen zu Teilhabebeeinträchtigungen, das Zusammenspiel der beteiligten Institutionen sowie die Verlagerung von Verantwortung auf Eltern.
Gemeinsam diskutieren die Teilnehmenden Gelingensbedingungen, wie Barrieren im Bildungsalltag durch passgenaue Hilfen und Assistenzleistungen abgebaut sowie eine inklusive Praxis gewährleistet werden können, um Teilhabe zu ermöglichen.
Marvin De Buhr (jumemb)
Mara Grohmann (Ombudsstelle BRJ e.V.)
Patrick Langermann (Ombudsstelle BRJ e.V.)
Workshop 2: Ombudsstellen, Verfahrenslotsen und EUTB: Zusammenarbeit an der Schnittstelle Jugendhilfe und Eingliederungshilfe
Ombudsstellen, Verfahrenslots*innen, Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatungsstellen (EUTB) und weitere Beratungsangebote unterstützen (junge) Menschen und Familien dabei, Informationen und Zugang zu passenden Angeboten der Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe zu erhalten Doch worin unterscheiden sich ihre Aufgaben und Zuständigkeiten? Wo ergänzen sich die Angebote, und welche Herausforderungen bestehen?
Im Workshop werden die verschiedenen Beratungs- und Unterstützungsstrukturen vorgestellt, miteinander in Beziehung gesetzt und anhand der Erfahrungen aus einer bundesweiten Abfrage der Ombudsstellen im BNO beleuchtet: Welche Formen der Zusammenarbeit gibt es? Was sind Schnittstellen sowie Hürden in der Praxis? Gemeinsam diskutieren die Teilnehmenden, wie die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Angebote weiterentwickelt werden kann, um junge Menschen und ihre Familien bestmöglich zu unterstützen.
Hanna Gritzka (Ombudsstelle BOJE)
Marcus Gommert (Ombudsstelle BOJE)
Alexandra Preussner (EUTB Hildesheim)
N.N.
Workshop 3: Von der Jugendhilfe in die Eingliederungshilfe - Übergänge planvoll gestalten
Der Übergang von der Kinder- und Jugendhilfe in die Eingliederungshilfe stellt junge Menschen und ihre Familien häufig vor besondere Herausforderungen. Eine frühzeitige und abgestimmte Übergangsplanung ist entscheidend, gelingt in der Praxis jedoch nicht immer. Gesamtplankonferenzen finden vielerorts zu selten statt, Zuständigkeiten sind mitunter unklar und ein Wechsel zwischen den Systemen kann zu existenziellen Versorgungslücken führen, so die Erfahrung von Ombudsstellen des BNO.
Im Workshop werden die Erfahrungen aus der Ombudschaft vorgestellt und mit positiven Praxisbeispielen aus der Zusammenarbeit der beteiligten Systeme abgeglichen. Gemeinsam diskutieren die Teilnehmenden, wie ein Zuständigkeits-Ping-Pong vermieden, Übergänge verlässlich gestaltet und junge Menschen kontinuierlich begleitet werden können. Ziel ist es, gemeinsam erfolgreiche Ansätze und Impulse für eine gelingende Zusammenarbeit an den Schnittstellen der Hilfesysteme zu identifizieren.
Tania Helberg (Ombudsstelle BeBeE)
N.N.
Workshop 4: Inklusive Gestaltung der Ombudsstellen
Ombudsstellen sollen für alle jungen Menschen und Familien gut erreichbar und niedrigschwellig zugänglich sein. Doch welche Barrieren erschweren den Zugang zu ombudschaftlicher Beratung? Welche Herausforderungen bestehen in der Beratung und Unterstützung von jungen Menschen und Familien(-mitgliedern) mit Behinderung? Und wie können Ombudsstellen ihre Angebote so ausrichten, dass sie den Anforderungen einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe gerecht werden und diese weiter vorantreiben?
Ausgehend vom gemeinsamen Fachaustausch zwischen Ombudsstellen des BNO und der Selbstvertretung junger Menschen mit Behinderung (jumemb) werden im Workshop bestehende Barrieren und Gelingensbedingungen in den Blick genommen. Wir möchten gemeinsam diskutieren, wie sich Ombudsstellen und andere Beratungsangebote inklusiver ausrichten und dem Ziel der Teilhabe für alle näher kommen können
Lilith Fendt (jumemb)
Petra Schmidt (Ombudsstelle für Kinder-und Jugendrechte in Hessen)
Kevin Schmidt (Ombudschaft Jugendhilfe NRW)
Workshop 5: Elternassistenz - Zuständigkeiten klären, Familien stärken
Eltern mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen benötigen zur Betreuung und Versorgung ihrer Kinder mitunter Entlastung durch Elternassistenz. In der Praxis bestehen jedoch in vielen Kommunen unklare Zuständigkeiten zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Eingliederungshilfe. Die Konsequenzen tragen die betroffenen Familien.
Der Workshop beleuchtet die unterschiedlichen Zuständigkeiten der beteiligten Leistungssysteme. Gemeinsam diskutieren die Teilnehmenden, wie Schnittstellen besser gestaltet, Zuständigkeitskonflikte vermieden und notwendige Hilfen schneller bei den Familien ankommen können. Ziel ist es, praxisnahe Lösungsansätze für eine verlässliche und am Bedarf der Familien orientierte Unterstützung zu entwickeln, bei der das Kindeswohl im Mittelpunkt steht.
Kerstin Blochberger (Bundesverband behinderter und chronisch kranker Eltern)
Simone Querfurth (Ombudsstelle KoBera)